Urlaubsnotizen 2019/003: Umbertide

TitelbildAm Sams­tag ist Markt-Tag, schon zum Müns­te­ra­ner Zei­ten, aktu­ell in Bonn, aber auch in San Leo. Wir fah­ren zum Slow-Food-Markt nach Umberti­de. Regio­na­le Pro­duk­te, jah­res­zeit­li­ches Ange­bot, teil­wei­se bio — und inter­es­san­ter­wei­se ein deut­scher Bäcker.

Mit Gaby und Tobi machen wir uns nur mit einem klei­nen Kaf­fee gestärkt auf den Weg. Zuerst das Ein­kau­fen erle­di­gen: Toma­ten, Zuc­chi­ni, Auber­gi­nen; zwei Kilo von den klei­nen, etwas ver­ma­ckel­ten Pfir­si­chen zum Mar­me­la­de­ko­chen, ein Rie­sen­bund Basi­li­kum, Knob­lauch und ein Brot. Und natür­lich Käse: zwei Sor­ten Peco­ri­no, fri­scher Ricot­ta und eine dicke Moz­za­rel­la-Kugel. Zuletzt noch zum loka­len klei­nen Metz­ger, wo wir einen wirk­lich guten rohen Schin­ken kau­fen.

Dann gibts Früh­stück: im Anti­co Caf­fe Giar­di­no, direkt an der Kreu­zung vor der run­den Kir­che gibt es eine umwer­fen­de Aus­wahl an Pas­te: Cor­net­ti mit diver­sen Fül­lun­gen, Küch­lein und klei­nes Gebäck. Dazu Caf­fè für alle.

 

Nach der Stär­kung Kul­tur­pro­gramm: Wir besu­chen das klei­ne Muse­um im Ort. In der ehe­ma­li­gen Kir­che San­ta Cro­ce ist eine Kreuz­ab­nah­me von Luca Signo­rel­li zu sehen. Im Rest des baro­cki­sier­ten Kir­chen­raums hän­gen noch ein paar Bil­der von Mär­ty­rern und Hei­li­gen. Teil­wei­se eklig. Im Ober­ge­schoß ist eine klei­ne Samm­lung der loka­len archäo­lo­gi­schen Fun­de zusam­men­ge­stellt. Vor­bild­lich sind hier alle Text­ta­feln auch ins Eng­li­sche über­setzt.

Neben der Muse­ums­kir­che ist direkt die Kir­che San Fran­ces­co, die besich­ti­gen wir schnell mal eben mit. In zwei Sei­ten­ka­pel­len sind mit lebens­gro­ßen Figu­ren die Bewei­nung und das Hei­li­ge Grab auf­ge­baut. Die Maria ist in Kleid und Umhang aus edlem Stoff geklei­det, die gan­ze Grup­pe steht noch auf einem Tra­ge­po­dest, eigent­lich kann die Pro­zes­si­on direkt los­ge­hen. An einem der Pfei­ler sind Res­te eines Fres­kos, beim genaue­ren Hin­schau­en ist es einer der Mär­ty­rer, der gehäu­tet wur­de. Eine rote Gestalt, die ihre Haut über dem Arm trägt. Auch das ist eher eklig.

Auf dem Rück­weg neh­men wir eine enge alte Stein­trep­pe ans Tibe­ru­fer und kön­nen am Fluss ent­lang zurück in den Ort lau­fen. Bis­her haben wir die hier neu ange­leg­ten Gär­ten und Bee­te immer nur von oben, von der Stadt­mau­er aus gese­hen.

Jetzt müs­sen wir mal schau­en, wie wir mit unse­rer Mul­ti-Muse­ums­kar­te wei­ter­ma­chen: Für 7 Euro beka­men wir eine Kar­te, mit der wir in den nächs­ten 15 Tagen noch in 8 wei­te­re Muse­en in Umbri­en rein­kom­men. Lei­der sind die alle ziem­lich weit im Süden — ein oder zwei davon kön­nen wir sicher noch in die dies­jäh­ri­gen Aus­flugs­rou­ten ein­bau­en.

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