Umbrien 2017: Tag 0 bis 3 — Zeit für den Nachtrag der ersten dreieinhalb Tage

Tag 0: Packen

So zei­tig waren wir noch nie. Schon abends vor der Abfahrt war das Auto weit­ge­hend gepackt… Inklu­si­ve Ent­saf­ter, Mar­me­la­den­glä­sern und dies­mal sogar Spie­le dabei.

Tag 1: Bonn — Cernobbio

Im Nie­sel­wet­ter los, je höher im Rhein­tal, des­to son­ni­ger wur­de es. Stopp in Bruch­sal und Schau­ins­land, da haben wir aber nur kurz die Vignet­te gekauft. Dann über die Gren­ze in die Schweiz. Ach­tung: nach den Tun­neln immer ein Blit­zer! Auch in die­sem Jahr sind wir über den Pass und nicht durch den Gott­hard-Tun­nel gefah­ren. Dies­mal bei Son­nen­schein.

Jetzt dau­ert es nicht mehr lang: nur noch run­ter ins Tal, am Lago Mag­gio­re und Lago Luga­no vor­bei und dann kurz hin­ter der Gren­ze in Chi­as­so links (!) von der Auto­bahn ab, nach Cernob­bio rein.

Hier haben wir mit dem Ter­zo Crot­to eine inzwi­schen fast tra­di­tio­nel­le Über­nach­tungs­sta­ti­on. In die­sem Jahr sind wir das drit­te Mal hier. Ein Haus mit einem wun­der­bar leicht mor­bi­den Charme mit einer exzel­len­ten Küche und einem noch bes­se­ren Wein­kel­ler.

Abends am See noch ein wenig vom Lake Como Film Fes­ti­val erlebt.

Tag 2: Cernobbio, Cernobbio — San Leo Bastia

Am nächs­ten Mor­gen sind wir nicht direkt wei­ter­ge­fah­ren, son­dern haben uns noch eine der Sehens­wür­dig­kei­ten von Cernob­bio ange­schaut: den Giar­di­no del­la Val­le. Eine Initia­ti­ve einer Frau, die aus einer wil­den Müll­kip­pe einen exo­ti­schen Park gemacht hat. Machen statt reden. Mitt­ler­wei­le gibt es eine „L’Associazione Il Giar­do­no del­la Val­le“, wenn einer oder eine anfängt, fin­den sich immer Leu­te, die mit­ma­chen.

Erst gegen Mit­tag fah­ren wir dann ich Cernob­bio auf die Auto­bahn. Vor­her aber noch in einen unglaub­li­chen Kon­sum­tem­pel — wir brau­chen ein­fach nur 2 Fla­schen Was­ser für die Fahrt. Aber der Super­markt ist rie­sig. Und weil wir so geflas­hed sind von die­sem Ange­bot von Schlüp­pern über Obst und Tief­kühl­zeugs kau­fen wir statt Was­ser Zitro­nen­li­mo… Mer­ken das aber erst nach 20 Kilo­me­tern… Nun ja. Wir müs­sen eh zwi­schen­durch noch­mal tan­ken, dort gab es dann rich­ti­ges Was­ser. Wir waren auch schon kurz vorm kom­plet­ten Dehy­drie­ren.

Gegen 17:00 Uhr sind wir am See, Ein­kaufs­stopp in Tuo­ro: Nur die not­wen­digs­ten Sachen für ein ers­tes Abend­essen und Früh­stück: Brot, Käse, Schin­ken, But­ter, Mar­ti­ni.

Gegen 18:30 Uhr sind wir dann am Haus. Alles ganz ordent­lich: das ist kei­ne Iro­nie: Das gan­ze Grund­stück ist auf­ge­räumt, Signo­re Pao­luc­ci ist ver­mut­lich am Nach­mit­tag mit der Ele­kro­sen­se kom­plett durch­ge­gan­gen. Bevor die­se Bon­ner kom­men, die immer die „Blu­men“ auf der Wie­se behal­ten wol­len. Das Haus ist noch ganz zuge­hängt: Möbel mit Tüchern abge­hängt, Kühl­schrank aus… Auf­klä­rung gibt es im Gäs­te­buch: anschei­nend sind wir seit Pfings­ten die ers­ten Gäs­te hier.

Wir bezie­hen das Haus und unse­re Bet­ten.

Ein ers­ter Gang durch den Obst­gar­ten: Kei­ne Kir­schen. Auch Äpfel eher weni­ge, ähn­lich wie im Rhein­land. Aber Pflau­men wird es geben, die wer­den auch schon blau.

Wir neh­men ein ers­tes klei­nes Abend­brot, zwei Glä­ser Wein und gehen ins Bett — nach ein biss­chen Ster­ne schau­en. Übri­gens kei­ne Wild­schwei­ne heu­te, statt des­sen ein Dachs.

Die ers­te Nacht ist für mich immer etwas unheim­lich. Es ist unglaub­lich still. Wie­so sin­gen beim ers­ten Mor­gen­grau­en kei­ne Vögel? Erd­be­ben? Eher Hasen­fü­sig­keit… Mit Beginn des Son­nen­scheins sin­gen auch die Vögel wie­der.

Tag 3: Schaffung von Infrastruktur

Auch wenn wir eigent­lich Früh­stücks­kram da haben, fah­ren wir run­ter nach San Leo zu Buc­cis: Cap­puc­ci­no und Cor­nett zum Früh­stück — und WiFi. Voda­fone IT (und ande­re) sper­ren (wei­ter­hin) Tele­kom-Kun­den aus ;-). Aber mit dem WiFi hier ist alles gut. Wir machen die letz­ten Mails, die vor dem Urlaub nicht mehr fer­tig gewor­den sind und fah­ren zum Ein­kau­fen nach Umberti­de.

Abends neh­men wir die Außen­du­sche in Betrieb. Schließ­lich müs­sen wir den Schweiß von der ers­ten Mar­me­la­den­pro­duk­ti­on los­wer­den: Pfir­si­che gab es im Ange­bot, jetzt haben wir Pfir­sich­mar­me­la­de. Heu­te Abend wird gekocht: Pas­ta Melanz­ane und Pan­na Cot­ta… Nach dem Essen hat auch der Dachs vor­bei­ge­schaut.

Und das Außen­ther­mo­me­ter haben wir auch auf­ge­hängt — die Aus­wer­tung kommt!

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