Urlaubsnotizen 2013, Nr. 014: Die letzten Tage.

Von Menschen und WildschweinenMitt­ler­wei­le sind wir schon wie­der fast eine Woche zu Hau­se, ohne dass wir von den letz­ten Urlaubs­er­leb­nis­sen berich­tet hät­ten. In die­sem Bei­trag ver­su­che ich, das Wich­tigs­ten von dem, was in den letz­ten drei Tagen in Umbri­en pas­siert oder bis jetzt unter den Tisch gefal­len ist, zu berich­ten.

Nach der etwas befremd­li­chen Tour, über die wir im letz­ten Text geschrie­ben haben, sind wir im Wesent­li­chen die ver­blei­ben­den Tage am Haus geblie­ben. Am Mitt­woch sind wir noch nach Umberti­de zum Markt gefah­ren. Wir haben eine Tisch­de­cke mit Oli­ven-Mus­ter gekauft. Der Rest der Tage war eher ruhig. Im Gegen­satz zu den Näch­ten. Zuletzt kamen die Wild­schwei­ne deut­lich sel­te­ner. Hin­ge­gen wur­den wir in einer Nacht Ohren­zeu­gen des “Fres­sen und gefres­sen wer­den”. Jeden­falls hör­te es sich so an, als ob ein Vogel von einem ande­ren Tier in einem recht schmerz­vol­len Kampf zur Stre­cke gebracht wur­de. Wir ver­mu­ten, es war eine Schlan­ge. Das war schon recht gru­se­lig anzu­hö­ren.

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Die zwei­te Maus

Gera­de­zu schlicht war dage­gen die (zwei­te) Maus, die uns nun in die Fal­le gegan­gen ist. Die ers­ten haben wir ja mit Scho­ko­la­de gekö­dert, die­se ist auf eine Wein­trau­be rein­ge­fal­len. Wir haben sie weit genug (?) vom Haus wie­der aus­ge­setzt. Es muss aber noch eine wei­te­re, deut­lich intel­li­gen­te­re Maus im Haus befun­den haben, denn manch­mal war die Fal­le leer — Köder raus, aber Fal­le noch offen…

Regenstimmung

Nebel.

Nach­mit­tags fing es bereits wie­der an zu reg­nen — es deu­te­te sich eine Art Rah­men­hand­lung zur ers­ten Urlaubs­wo­che an. Dar­auf­hin beschlos­sen wir, bereits am Don­ners­tag zu packen und am Frei­tag zu fah­ren — irgend­wo hin in Nord­ita­li­en, denn wir hat­ten uns (erst) für Sams­tag bei Ver­wand­ten am Boden­see ange­mel­det. Am Don­ners­tag setz­te sich das die­si­ge, reg­ne­ri­sche Wet­ter fort. Das gab aber die Chan­ce zu Ein­drü­cken, die wir hier so noch nicht gese­hen haben. Völ­lig baff waren wir, als uns Dome­ni­co, der “Haus­meis­ter”, von uns bis jetzt “Signor Tut­to Bene” genannt, für den letz­ten Tag zu sich nach Hau­se zum Caf­fè ein­lud. In den let­zen Jah­ren beschränk­te sich näm­lich die Kom­mu­ni­ka­ti­on in etwas auf fol­gen­den Ablauf:

Dome­ni­co: “Buon gior­no. Tut­to bene?”
Wir: “Si, tut­to bene.”
Dome­ni­co: “Nien­te pro­ble­mi?”
Wir: “No.”
Dome­ni­co: “Bene.”
Wir: “…”

Die­ses Jahr jedoch kam tat­säch­lich so etwas wie eine Kom­mu­ni­ka­ti­on zu Stan­de: Wann gekom­men, wie lan­ge blei­ben, was ges­tern gemacht, hier, bit­te, ein Glas Mar­me­la­de, von den Kir­schen hier… Neben Caf­fè gab es noch sei­nen selbst gekel­ter­ten Wein, Limon­cel­lo aus eige­nen Zitro­nen, von sei­ner Frau geba­cke­nen Apri­ko­sen­ku­chen (ja, Albicoc­che…). Der Ita­lie­nisch-Kurs hat wirk­lich gehol­fen!

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