Besondere Tage.

Eigent­lich besu­che ich in die­sem Früh­jahr Don­ners­tags einen Ita­lie­nisch-Kurs bei der VHS hier in Bonn. Doch für heu­te hat­te mich mei­ne Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de zum Neu­jahrs­emp­fang der Gesell­schaft für Christ­lich-Jüdi­sche Zusam­men­ar­beit Bonn “dele­giert”: gleich­zei­tig tag­te näm­lich der Haupt­aus­schuss, wo der gesam­te Frak­ti­ons­vor­stand hin muss. Also durf­te ich in Ver­tre­tung hin. Es war für mich ein beson­de­rer Abend, weil der Prä­ses der Evan­ge­li­schen Kir­che im Rhein­land und Rats­vor­sit­zen­de der Evan­ge­li­schen Kir­che Deutsch­land, Niko­laus Schnei­der den Vor­trag hielt. Ich ken­ne ihn seit mei­ner Jugend, als er noch Gemein­de­pfar­rer in mei­nem Hei­mat­kir­chen­kreis war, wir zusam­men oster­mar­schiert sind etc. pp. Für den Prä­ses war es auch ein beson­de­rer Abend, da es, wie er selbst sag­te, der letz­te dienst­li­che Ter­min in der Rhei­ni­schen Kir­che gewe­sen ist: am Sonn­tag geht er in den Ruhe­stand. An dem Tag, an dem der Papst in den Ruhe­stand geht (offi­zi­ell: eme­ri­tiert) sorg­te das natür­lich für den ein oder ande­ren Lacher. Am Ran­de: es war einer der bes­ten und anre­gends­ten Vor­trä­ge, die ich in den letz­ten Jah­ren gehört habe (The­ma: “Nein zur Juden­mis­si­on”).

Wunder geschehen?

Wun­der gesche­hen?

Und dann das: In der U-Bahn auf dem Weg nach Hau­se hing neben dem Sitz für Men­schen mit Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen ein Stock. In der Stadt, in der der ehe­ma­li­ge Papst, der ehe­ma­li­ge Josef Ratz­in­ger an der Uni gelehrt hat. Ist das schon das ers­te Wun­der? Wer­den nun Rufe “San­to subi­to!” laut? Aber er lebt doch noch, oder?

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