Urlaubsnotizen 2012, Nr. 001: Auf geht’s!

Endlich Urlaub! Nach zwei Jahren kommen wir endlich wieder richtig raus: drei Wochen Umbrien stehen an. Die Fahrt machen wir „wie üblich“ in zwei Etappen mit Zwischenstopp in Oberbayern. Dieses Jahr jedoch nicht bei Albert in Vilgertshofen, sondern in Murnau bei Elisabeth und Willi. Wir kommen abends gegen 19:00 Uhr bei ihnen an, nach einer zum Glück sehr ruhigen Fahrt: erst meine frühere „Rennstrecke“ (aus dem Jahr des Pendelns zwischen Bonn und Hagenheim) und dann noch ein bisschen „Sightseeing“ in Oberbayern: von Nesselwang über die Dörfer nach Murnau. Und kaum von der Autobahn runter, werden wir von Milchkaffeekühen unter Bäumen auf saftigen Weiden begrüßt. Klischee pur! Was uns aber positiv gegenüber früheren Jahren auffällt: Es stehen tatsächlich mehr Tiere auf den Weiden, sogar mit teils imposanten Hörnern. Scheinbar hat sich doch einiges in Richtung artgerechter Tier-/Weidehaltung bewegt. In den letzten seht Jahren hatten wir eher den Eindruck, dass die meisten Milchbauern reine Stallhaltung praktizieren und nur Gras fahren — die Weidekühe waren eher zur Erinnerung verkommen.

Das Wiedersehen mit E. und W. war wunderbar! Wir haben bis in die tiefe Nacht geratscht, gerade so, als hätten wir uns nur ein paar Tage oder vielleicht Wochen nicht gesehen, und nicht (leider!) zwei oder mehr Jahre. Schön aber, wenn es so geht! Danke dafür!

23. Tag, 07.08.: „unterwegs“

Zu gestern bedarf es noch eines dringenden Nachtrags – ein Bericht aus der Fauna Umbriens. Als Dagmar und ich im Bad waren flog auf einmal eine Fledermaus (!) im Haus ihre Runden! Und da es im Grunde kaum Platz gibt (insbesondere im Bad) kam sie uns schon recht nahe. Zum Glück entschied sie sich dann doch sehr schnell, durch eines der offenen Fenster im Obergeschoss wieder selbst die Freiheit zu finden.

Heute haben wir wir in Kultur gemacht. Zunächst haben wir uns durch eins der Seitentäler des Tiber nach Santa Marüia Tiberina hinaufgeschraubt. Neben dem schönen Ausblick bekamen wir eine Privatführung von Roberto durch ein bourbonisches Castello aus dem 11. Jahrhundert (das zur Zeit aufwendig restauriert wird) und eine ebenso alte Kirche. Das Castello der Medici war leider geschlossen.

Von dort fuhren wir auf kleinsten Serpentinenstraßen nach Monterchi. Wir sind zunächst bis ganz oben gefahren und den Wagen geparkt, um dann unterwegs feststellen zu müssen, dass das sehenswerte Fresko von Pierro di Francesco in einem ehemaligen Schulhaus am Fuße des Berges ausgestellt wird – runter und wieder rauf… Zurück auf dem Dorfplatz war auch noch das Café von laueter Touristen okkupiert!!!

Also direkt nach Sansepolcro. Dort haben wir all die Kirchen besichtigt, die wir letztes Jahr links liegengelassen haben. Und wir waren im Museum mit wichtigster (!) toskanischer Renaissance.

Den Abend verbringen wir wieder mal in Città di Castello – wieder in unseren nun fast schon Stammlokalen. Den Aperetif nutzen wir für diesen Eintrag (s. Bild) und werden gleich in die Osteria wechseln.

5. Tag, 20.07.08: Vilgertshofen -> San Leo Bastia

Abfahrt um 08:45 Uhr bei strömendem Regen. Nach dem ersten Pass reißen die Wolken auf, in Italien hyben wir bald über 30° Außentemperatur. Nach knapp 9 Stunden erreichen wir unser Ziel. Haus entmotten, Auto auspacken, duschen und dann zu Nestor, Pizza Patate und Pizza Bianca Neve con Ruccola bilden einen schönen Tagesabschluss und einen schönen Urlaubsauftakt.

1. Tag, 16.07. Fahrt Bonn -> Vilgertshofen

Wir starten bei gerade einsetzendem Regen, „unterfliegen“ die Wolken und haben im Spessart Sonne. Die begleitet uns auch bin zum Etappenziel. Kurz hinter Ulm sehen wir die Alpen im Licht der tiefstehenen Sonne. Schon beeindruckend. Gegen 20:30 Uhr erreichen wir unser Tagesziel.