Urlaubsnotizen 2013, Nr. 1: Auf geht’s!

Von Menschen und WildschweinenWas für ein Tag!

Bis zum frühen Nachmittag war eins der Hochfeste der Kommunalpolitik zu feiern: Unterbezirksdelegiertenkonferenz zur Aufstellung der Liste der Direktkandidatinnen und -kandidaten sowie der Reserveliste zur Kommunalwahl 2014. Ich bin mit 95 von 97 Stimmen zum Direktkandidaten gekürt worden und habe auch für meinen Platz auf der Reserveliste 92 von 94 Stimmen bekommen. Mit solchen Ergebnissen lässt sich gut leben und — vor allem — Wahlkampf machen.

Am Nachmittag ging es dann endlich los: Drei Wochen Urlaub in Umbrien und Toskana. Das Auto hatten wir im Wesentlichen schon am Vortag gepackt, also war zum Glück nur noch der letzte Kleinkram zu verstauen, und dann ging es rauf auf die Piste in Richtung Süden: A565, A61, A6, A7… Bis nach Memmingen also wieder einmal die Strecke, die wir 2002/2003 im Zwei-Wochen-Rhythmus gependelt sind. Nur ging es diesmal nicht noch die A96 bis nach Landsberg, sondern weiter die A7 bis nach Kempten und von dort über Land nach Murnau, unserer ersten Station der Reise. Zur Begrüßung gab’s bei den Freunden E. und W. Leberkäs mit bayerischem Kartoffelsalat sowie Murnauer Weißbräu. Herrlich! Besonders freut mich, wenn wir nach einem Jahr „Funkstille“ mehr oder weniger nahtlos dort weiter erzählen und diskutieren können, wo wir vor einem Jahr beim letzten Zwischenstopp auf der Urlaubsreise aufgehört haben. Danke dafür!

Besondere Tage.

Eigentlich besuche ich in diesem Frühjahr Donnerstags einen Italienisch-Kurs bei der VHS hier in Bonn. Doch für heute hatte mich meine Fraktionsvorsitzende zum Neujahrsempfang der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bonn „delegiert“: gleichzeitig tagte nämlich der Hauptausschuss, wo der gesamte Fraktionsvorstand hin muss. Also durfte ich in Vertretung hin. Es war für mich ein besonderer Abend, weil der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland, Nikolaus Schneider den Vortrag hielt. Ich kenne ihn seit meiner Jugend, als er noch Gemeindepfarrer in meinem Heimatkirchenkreis war, wir zusammen ostermarschiert sind etc. pp. Für den Präses war es auch ein besonderer Abend, da es, wie er selbst sagte, der letzte dienstliche Termin in der Rheinischen Kirche gewesen ist: am Sonntag geht er in den Ruhestand. An dem Tag, an dem der Papst in den Ruhestand geht (offiziell: emeritiert) sorgte das natürlich für den ein oder anderen Lacher. Am Rande: es war einer der besten und anregendsten Vorträge, die ich in den letzten Jahren gehört habe (Thema: „Nein zur Judenmission“).

Wunder geschehen?

Wunder geschehen?

Und dann das: In der U-Bahn auf dem Weg nach Hause hing neben dem Sitz für Menschen mit Bewegungseinschränkungen ein Stock. In der Stadt, in der der ehemalige Papst, der ehemalige Josef Ratzinger an der Uni gelehrt hat. Ist das schon das erste Wunder? Werden nun Rufe „Santo subito!“ laut? Aber er lebt doch noch, oder?