Entsorgung

Jede(r) kennt diese Momente, in denen sich die Sekunden zu Unendlichkeiten zu dehnen. Ein typisches Beispiel dafür ist, wenn in einem Geschirrregal etwas final ins Rutschen gerät: Der Zeitraum zwischen dem ersten Knirschen, über den dumpfen Aufschlag und das anschließende Scheppern bis zum lang anhaltenden Splittern… Panische Blicke, die bange Frage „Was war das?“. Es waren natürlich nicht die hässlichen Geschenke von der Hochzeit, die man eigentlich schon längst dem örtlichen Entsorger hätte anvertrauen sollen. Die stehen grundsolide noch im Regal oder liegen unversehrt auf dem Boden — neben dem Scherbenhaufen. Es waren eben die Erbstücke, die vielleicht nicht unbedingt wirklich schön waren, aber an denen das Herz hing. Warum dieser ewige Kampf zwischen Alltagstücke und individueller Erinnerungskultur?

ScherbengerichtJedenfalls ist nun einiges im Eimer und wir haben Platz für zwei Tortenplatten und eine Schale für einen kleinen Salat, für Gebäck etc.

Am richtigen Ort

Plakat Lehrstellenaktion vor MVA Bonn

Irgendwas mit Menschen

… wären manche Werbeplakate, vor allem großformatige, wirklich gut aufgehoben. So wie dieses, dessen besondere Botschaft durch seinen Standort wirkt. „Irgendwas mit Menschen…“ Ja, auch der Müll hat irgendwas mit Menschen zu tun, wird gar Archäologen der Zukunft haarklein Auskunft über unseren Alltag geben. Wenn er nicht in einer Art riesigem Krematorium verbrannt wird, thermisches Recycling genannt. Dann bleibt nur die Rauchfahne als Zeichen, dass hier mal irgendwas mit Menschen war.