Gartennotiz #013: Da beißt die Maus keinen Faden ab

Der Gar­ten­be­trieb beginnt für mich seit eini­gen Jah­ren mit dem Umset­zen des Kom­posts. Das hat sich seit der Zeit der Abso­lu­ten Begin­ner nicht geän­dert. Wir leis­ten uns den Luxus, den fri­schen Bio­ab­fall und die Gar­ten- und Grün­ab­fäl­le in einem Schnell­kom­pos­ter 1 über das Jahr zu sam­meln, im Früh­jahr des Fol­ge­jah­res in einen Holz­kom­pos­ter 2 in einer offe­nen Mie­te umzu­set­zen und den “zwei­jäh­ri­gen” Kom­post zu sie­ben. Der Arbeits­ab­lauf ist natür­lich umge­kehrt: erst den zwei­jäh­ri­gen sie­ben, dann den ein­jäh­ri­gen umset­zen und damit das Fass wie­der für den neu­en Abfall lee­ren. Vor ein paar Tagen war es nun end­lich soweit.

Wei­ter­le­sen

Notes:

  1. Wiki­pe­dia Schnell­kom­pos­ter: <https://de.wikipedia.org/wiki/Kompostierung#Schnellkomposter>
  2. Wiki­pe­dia Offe­ne Kom­pos­tie­rung: <https://de.wikipedia.org/wiki/Kompostierung#Offene_Kompostierung>

Sie sind zurück…

Frühling

Früh­ling

Ja, wie Ste­phan schon schrieb, wir haben in den letz­ten drei Wochen ein biss­chen ange­fan­gen, unsern Gar­ten früh­jahrs­fit zu machen. Zum Bei­spiel mit ein paar bun­ten Blü­ten. Und die ers­ten Samen­kör­ner sind auch in Töpf­chen gesetzt: Löwen­mäul­chen, Jung­fer im Grü­nen, Ake­lei — und natür­lich die obli­ga­to­ri­sche Kapu­zi­ner­kres­se. Auch die im letz­ten Som­mer aus Ita­li­en mit­ge­brach­ten Samen von Pflan­zen, die dort ver­mut­lich Unkraut hei­ßen und Weg­rän­der zuwu­cher­ten, habe ich mal test­wei­se in Töpf­chen gesät.

Stiefmütterchen

Stief­müt­ter­chen

Vom ers­ten Gar­ten­markt-Aus­flug hat­te ich nicht nur Pri­meln, Hya­zin­then und Oster­glo­cken mit­ge­bracht, son­dern auch eine Palet­te mit 30 Horn­veil­chen (die ich fast so lie­be wie Ake­lei und Kapu­zi­ner­kres­se) für 5 Euro. Ein Schnäpp­chen sozu­sa­gen. Die habe ich ins Beet an der Ter­as­se gepflanzt, so als Rand­ge­stal­tung. Nach zwei Tagen war klar: die­se Horn­veil­chen sind kei­ne Horn­veil­chen son­dern Stief­müt­ter­chen. Hm, aber gut. Wir geben Ihnen eine Chan­ce.

Viel schlim­mer war aber die Ent­de­ckung am Frei­tag abend. Ein klei­ner Rund­gang durch den Gar­ten — und die Stief­müt­ter­chen sind ange­fres­sen.

sie sind geschlüpft - Nacktschnecken

sie sind geschlüpft — Nackt­schne­cken

Sofort die Hand­schu­he ange­legt und das Salz zurech­ge­stellt — aber bis auf eine ein­zi­ge win­zig klei­ne habe ich kei­ne Nackt­schne­cke ent­de­cken kön­nen. Die sind ver­mut­lich so klein, dass sie ein­fach in der gemulch­ten Erde nicht auf­fal­len. Und obwohl es nun wie­der etwas küh­ler gewor­den ist, sind sie aktiv und hung­rig — sie wol­len ja in ca. 12 Wochen etwa 20mal so groß sein wie jetzt…

Mal sehen, wer über­lebt — mor­gen kau­fe ich Schne­cken­gift.

 

Fundstücke — im Garten

Früh­ling? Ist das nicht die Zeit wo es hel­ler und wär­mer wird, die Vege­ta­ti­on anfängt zu sprie­ßen, wir Men­schen von Win­ter­schlaf zu Früh­jahrs­mü­dig­keit hin­über­glei­ten? Eigent­lich ja. Nun, in den letz­ten Tagen beka­men wir ja auch einen ers­ten Ein­druck davon. Im Grun­de ja auch genau zum rich­ti­gen Zeit­punkt, befin­den wir uns doch gera­de fast mit­tig zwi­schen meteo­ro­lo­gi­schem (01.03.) und astro­no­mi­schem (21.03.) Früh­lings­be­ginn. Aber kei­ne Sor­gen, ich hole jetzt nicht zu einer Abhand­lung über Sinn und Unsinn der (unter­schied­li­chen) Defi­ni­tio­nen des Zeit­punkts des Wech­sels der Jah­res­zei­ten aus. Ich wer­de auch nicht der Fra­ge nach­ge­hen, ob es spe­zi­el­le Rites de Pas­sa­ge gibt. (Man könn­te jetzt zur Mit­te der Fas­ten­zeit auf einen sol­chen Gedan­ken kom­men.) Nein, viel pro­fa­ner: ich habe näm­lich eben jenes Sprie­ßen in Gar­ten ent­deckt: teil­wei­se ver­steckt unter den aus­ge­gra­be­nen Sträu­chern lugen die ers­ten Kro­kus­se im Gar­ten her­vor: mei­ne Fund­stü­cke für heu­te. Hach, Früh­ling!

Fundstücke im Garten

Fund­stü­cke im Gar­ten