Feuerwehr

Wenn ich groß bin, werde ich ein Feuerwehrmann!

Wenn ich groß bin, wer­de ich ein Feu­er­wehr­mann!

Am letz­ten Don­ners­tag waren wir in Sachen Feu­er­wehr unter­wegs. Gleich zwei Feu­er­wehr­fes­te waren ange­setzt, in Drans­dorf und in Les­se­nich. Also schau­en wir uns das mal an. Auf dem klei­nen Dorf­platz in Drans­dorf, vor dem Feu­er­wehr­haus, ste­hen meh­re­re Ein­satz­fahr­zeu­ge, dazu ein öko­lo­gisch (fast) ein­wand­frei­es Bull­ri­ding (da wird der Bul­le nicht elek­trich bewegt son­dern durch zie­hen an Sei­len). Damit die Kin­der so rich­tig Spaß haben, war das der ulti­ma­ti­ve Väter­job am Vaterag. Ansons­ten gabs noch Riev­koo­che, Würst­chen, Waf­feln und Kuchen. Der Geträn­ke­wa­gen war — wie ich auf dem Rück­weg vom wal­ken beob­ach­ten konn­te, schon am Mor­gen um kurz vor neun in Betrieb genom­men wor­den. Feu­er­wehr­fest eben. Ein biss­chen umschau­en und eigent­lich waren wir schon auf dem Weg wei­ter. Eine kur­ze Fra­ge nur an einen Jun­gen, der in Uni­form mit Auf­schrift “Jugend­feu­er­wehr” vor einem der gro­ßen Ein­satz­wa­gen stand. Wir kamen ins Gespräch und als ich erwähn­te, ich hät­te ehr­lich gesagt über­haupt kei­ne Ahnung von Feu­er­wehr, war kein Hal­ten mehr. Unser Infor­mant wink­te noch einen etwa gleich­alt­ri­gen Mit­feu­er­wehr­ler her­an und dann beka­men wir aus ers­ter Hand die kom­plet­te Aus­rüs­tung eines Ein­satz­fahr­zeugs vor­ge­führt. Lösch­schaum, Axt und Spa­ten, diver­se Schläu­che und Ver­bin­dungs­stü­cke, die bruch­si­che­re und unglaub­lich hel­le Taschen­lam­pe, Pum­pe für den Rhein (oder wahl­wei­se irgend­ein Pool, der zum Löschen leer­ge­pumpt wer­den kann) oder auch voll­ge­lau­fe­ne Kel­ler. Die Unter­schie­de zwi­schen B- und C-Rohr wur­den aus­führ­lich erläu­tert, eben­so ver­schie­de­ne Arten von Ein­sät­zen.

Das war beein­dru­ckend. Nach­dem ich puber­tie­ren­de Jungs über­wie­gend im ÖPNV wahr­neh­me, wo sie wahl­wei­se rum­grö­len oder para­ly­siert auf ein Han­dy star­ren und irgend­wel­che Spie­le damit spie­len, war ich doch sehr posi­tiv über­rascht von enga­gie­ren, elo­quen­ten 15jährigen, die sich mit gro­ßer Lei­den­schaft und Akri­bie ein unglaub­li­ches Wis­sen und Kön­nen erar­bei­tet haben — und das auch noch so über­zeu­gend wei­ter­ge­ben kön­nen. Die kön­nen mich ret­ten, wenns mal nötig ist.

Klapperkantapper

Heu­te mor­gen um halb acht wach­te ich auf und hör­te ein fremd­ar­ti­ges Geräusch: Rapp-Klapp-Tap­tap­tap, Rapp-Klapp-Tap­tap­tap, Rapp-Klapp-Tap­tap­tap … unun­ter­bro­chen, rela­tiv schnell lau­ter wer­dend, am Haus vor­bei und wie­der ver­klin­gend. Nach weni­gen Mit­nu­ten war es wie­der still — wie es sich für einen stil­len Fei­er­tag gehört. Kurz hin­ge­wie­sen sei auf den Schnee — Kar­frei­tag 2013, Neu­schnee in der Nacht, Schnee­fall in Bonn bis in den spä­ten Vor­mit­tag.

Karklapppern 2013 in Dransdorf

Kar­k­lapp­pern 2013 in Drans­dorf

Und die Klap­per­kin­der.

In Drans­dorf pfle­gen die Minis­tran­ten die Tra­di­ti­on des Kar­k­lap­perns. Hier sind sie auf ihren Fahr­rä­dern unter­wegs, mor­gens um halb acht dre­hen sie die ers­te Run­de. Dann noch­mal nach­mit­tags gegen halb drei. Und gegen halb elf zogen sie in klei­nen Grup­pen aber ohne Klap­pern zum Sam­meln durchs Dorf.

Das freut das Volks­kund­le­rin­nen­herz!