Farbenpracht

Anfang letz­ter Woche im BauGar­ten­markt: Wir waren los­ge­zo­gen, um Rank­git­ter für unse­re Klet­ter­ro­sen zu kau­fen. Die Rosen gibt’s zwar noch nicht, aber die Git­ter müs­sen nun schon mon­tiert wer­den. Denn wenn die Wär­me­däm­mung ein­mal ver­putzt ist, wird’s schwer mit der Mon­ta­ge. Also schlen­dern wir in einer rechts­rhei­ni­schen Nach­bar­ge­mein­de durch einen Gar­ten­markt, der als Apo­the­ke ver­schrien ist, aber unse­rer Mei­nung nach ein respek­ta­bles Ange­bot zu ange­mes­se­nen Prei­sen führt: Früh­blü­her, Stau­den, Gehöl­ze, Obst, Gemü­se, Kräu­ter, Pflanz­töp­fe und ‑käs­ten, Gerä­te, Bücher, Zeit­schrif­ten etc. pp. Nur das Rank­git­ter gab’s nicht in der Aus­füh­rung, die wir uns gewünscht haben. Also wei­ßer Draht statt geöl­tem Holz. Wird sicher auch gut.

Endlich bunt.

Aber dann kam mein High­light: Ein Regal vol­ler bun­ter Über­töp­fe, nach Far­ben sor­tiert. Wow! Da wur­de alles ande­re zur Neben­sa­che.

Dietmar saved my morning…

Teil der Beute von heute

Teil der Beu­te von heu­te

Heu­te waren wir mal wie­der im Bau­markt. Nicht in so einem rie­si­gen wie kürz­lich. Ein eher klei­ne­rer, aber mit einem guten Ange­bot, eher von Hand­wer­kern fre­quen­tiert als von Bas­tel­mut­tis. Zum Bas­teln gibts da nix. Wir stan­den eine Wei­le (eine aus­führ­li­che Wei­le) vor dem Regal mit den Roh­ren, die an die ande­re Sei­te einer Dunst­ab­zugs­hau­be kom­men — es geht also um den Trans­port von Koch­mi­as­men nach drau­ßen. Übri­gens waren wir schon zum drit­ten Mal in die­ser Sache unter­wegs. Und die­se Sache ist eine der weni­gen Unstim­mig­kei­ten zwi­schen Ste­phan und mir: Die Sinn­haf­tig­keit einer Dunst­ab­zugs­hau­be erschließt sich mir nicht wirk­lich. Wo doch unse­re Küche ein Fens­ter hat. Und man, wenn mal was anbrennt, sowie­so am bes­ten Zimt­was­ser kocht. Na aber egal, die Dunst­ab­zugs­hau­be haben wir schon mit den ande­ren Küchen­ge­rä­ten vor zwei Jah­ren gekauft, fürs Anbrin­gen aber muss­ten wir auf das Däm­men und Ver­put­zen war­ten (das wird nun in Bäl­de begin­nen). Soviel zur Erklä­rung vor­ab.

Der geneig­te Leser mag bemerkt haben — die­ses The­ma ist hoch­gra­dig mit Emo­tio­nen besetzt. Nega­ti­ven Emo­tio­nen. Und der Moment heu­te mor­gen, als ich schon mit dem aus­ge­such­ten Plas­tik­stut­zen­kom­plet­to­rohr­mi­t­in­te­grier­tem­Aus­las­sund­Luft­klap­pen-Teil an der Kas­se stand und Ste­phan nur mal eben noch den dazu­ge­hö­ri­gen Schlauch holen woll­te — da dehn­ten sich die weni­gen Minu­ten end­los. Und dann das: Ne, lass uns noch­mal gucken, das ist doch nicht das, was ich mir vor­ge­stellt habe.

Ich gucke dann in einer Art und Wei­se, die ande­re Men­schen in Angst ver­setzt. Tut mir leid. Hat was mit plötz­li­cher Unter­zu­cke­rung zu tun. Jeden­falls stan­den wir kurz vor öffent­li­cher Ehe­kri­se im Bau­markt. Aber dann kam Diet­mar. Diet­mar war heu­te Chef vom Dienst (oder viel­leicht ist er das immer, kei­ne Ahnung, hät­te er aber ver­dient). Und Diet­mar küm­mer­te sich um uns. “Wird Euch denn schon jehol­fen?” Das rhei­ni­sche Kol­lek­tiv-Duzen nimmt schon­mal den Druck raus. In aller See­len­ru­he wur­de die Alter­na­tiv­aus­wahl gelobt (“ja, dat müss­te so jut funk­tio­nie­re”), ein Kun­den­kon­to für uns ange­legt (“wir müs­sen da noch mal eben den Aus­weis kopie­ren, macht ja nix, oder?”). Im Kopie­rer kein Papier, aber auch kein Pro­blem. Die eine Schel­le, die noch fehl­te, muss bestellt wer­den. Kein Pro­blem — obwohl das Com­pu­ter­sys­tem sich stand­haft wei­ger­te, die­sen Arti­kel über­haupt zu ken­nen. Beim ein­zi­gen Paket der Außen­ver­klei­dung in der rich­ti­gen Rohr­durch­messergrö­ße in eckig war die Packung geöff­net und der Dich­tungs­ring weg — für Diet­mar auch kein Pro­blem. Er ver­schwand für ein paar Minu­ten in den Gän­gen sei­nes Bau­mark­tes und kam mit einer Dich­tung zurück “von wegen, wer hier wat klaut”.

Diet­mar eine Wei­le in sei­nem Bau­markt (wo er ganz ein­deu­tig in sei­nem Ele­ment ist) zuzu­schau­en, hat eine kon­tem­pla­ti­ve Wir­kung. Wie nach einer Dop­pel­sit­zung Yoga mit Aku­punk­tur geht man lächelnd in den Tag zurück — Dan­ke.

Der Eurobehälter

Heu­te haben wir einen Aus­flug in einen Bau­markt gemacht. Bau­märk­te sind spe­zi­el­le Bio­to­pe, in denen man inter­es­san­te Beob­ach­tun­gen machen kann. Vor allem Män­ner zei­gen hier ihre auf­merk­sa­me, inter­es­sier­te, emo­tio­na­le und zuge­wand­te Sei­te. Mit wel­cher Zärt­lich­keit klein­ge­wach­se­ne, bauch­tra­gen­de und schon ziem­lich viel Haar ver­mis­sen­de End­fünf­zi­ger die Test­model­le von Stich­sä­gen in die Hand neh­men oder den Dach­pap­pet­acker anhim­meln. Und erst die Aus­stel­lung der Auf­sitz­ra­sen­mä­her. Fach­sim­peln über die Vor­tei­le von Bosch gegen­über Hil­ti. Irgend­wann mache ich mal was rich­ti­ges zu die­sem Phä­no­men. Jeden­falls der Bau­markt heu­te war einer der rie­si­gen Sor­te. Hier gibt es alles, egal was kaputt gegan­gen ist, neu gebaut wer­den muss, geschraubt, bepin­selt, ange­na­gelt, abge­dich­tet oder heiß­ge­klebt wer­den muss — beein­dru­cken­des Ange­bot für alle Heim­wer­kerle­bens­la­gen.

Eurobehälter

Euro­be­häl­ter

Und da man beim Heim­wer­keln und Sel­ber­ma­chen unglaub­lich viel Geld spart, braucht man irgend­wann auch einen Euro­be­häl­ter. Schlich­tes aber ele­gan­tes dun­kel­grau, ecki­ges Design, funk­tio­na­le Form­ge­bung — mit Platz für vie­le Euros. Sehr vie­le. Die man dann in sei­nem Euro­be­häl­ter (an den ergo­no­misch ange­brach­ten und abge­run­de­ten Tra­ge­grif­fen) in den Bau­markt tra­gen kann, um end­lich den Auf­sitz­ra­sen­mä­her zu kau­fen — oder die Solar­be­trie­be­ne Licht­ku­gel für den Vor­gar­ten mit Bewe­guns­mel­der und Hun­de­ge­bell­klin­gel, den Schrau­ben­schlüs­sel­satz mit Mar­mor­griff im aus­ge­schla­ge­nen Schlüs­sel­kof­fer oder den Gar­ten­haus­bau­satz “Tos­ka­na”…

 

Hier passen noch viele viele Euros rein

Hier pas­sen noch vie­le vie­le Euros rein