ANT XIV/3: Einmal in den Süden und zurück.

Ureinwohner

Ureinwohner

In letzter Zeit bin ich wieder häufiger gefragt worden, wo denn mein Interesse an und Wissen rund um Klima- und Polarforschung etc. herrührt. Nun, für ein paar Jahre war ich Polarforscher. Das steht sogar auf einer Fahrkarte der Jungfraubahn.1 Aber das ist eine andere Geschichte. Während dieser Zeit hatte ich die für mich auch nach 20 Jahren noch unglaubliche Gelegenheit, einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt in der Antarktis absolvieren zu dürfen. Hier also nun mein Kurzbericht zu dieser Reise.

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Und es war kein Raum in der Herberge…

Am letzten Donnerstag hatte ich ein echtes Krippen-Erlebnis. Ich war von den Initiatoren des Deutzer Forums zum diesjährigen lebendigen Adventskalender eingeladen worden, einen Kurzvortrag zum Thema „Weihnachtskrippen“ zu halten. Als Ort war die Krippe im Horion-Haus des LVR vorgeschlagen, die dort seit vielen Jahren aufgebaut wird und auch schon lange Teil des Kölner Krippenweges ist. Nun, in diesem Jahr nicht. Ich kam etwa eine halbe Stunde vor Beginn meines Adventskalender-Fensters in Deutz an, betrat das Foyer des Horion-Hauses und fand: keine Krippe. Der freundliche Herr am Empfang konnte mir nicht weiterhelfen. Krippe, hätte er noch nie hier gesehen. Auch seine Nachfrage beim Kollegen im Landeshaus gegenüber blieb erfolglos: auch dort keine Krippe. Was tun? Inzwischen waren die ersten am Krippenvortrag interessierten Deutzerinnen und Deutzer eingetroffen. Meine erste spontane Idee war: wir bauen einfach selbst eine lebendige Krippe auf. Eine der Teilnehmerinnen war direkt begeistert und zog ihre Haarspange aus dem Zopf: „Das ist der Stern von Bethlehem!“ Eine schöne Idee, denn die Haarspange ließ sich per Knopfdruck zum Leuchten bringen. Einige der Anwesenden erklärten sich auch spontan bereit, die Hirten zu spielen. Weiterlesen

Sessionsbeginn am 11.11. — nur ein jeckes Datum oder steckt da mehr dahinter?

Gedanken aus meiner ersten Session als 1. Vorsitzender eines Karnevalsverein, Teil 1

Martinszug

Martinszug

Der 11.11. ist im Rheinland ein doppelter Feiertag: Sankt Martin und Sessionsbeginn. Ich habe mich schon länger gefragt, ob das nur Zufall ist, oder ob es da vielleicht sogar einen Zusammenhang gibt.

Der 11.11. ist der Namenstag des hl. Martin von Tours. Die Geschichte von der Mantelteilung kennt jede(r) und auch die Bräuche dazu: Laternenumzüge, Martinsfeuer und vor allem das Schnörzen.1 Aber: Der Martinstag war auch lange Zeit der Beginn der vorweihnachtlichen Fastenzeit.2 Denn historisch ist die Adventszeit Fastenzeit.3

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Von echten und symbolischen Kürbisköpfen

Heute Abend ist es also wieder so weit: Mit Beginn der Dämmerung laufen gruselig verkleidete Kinder durch ihre Wohnviertel und fordern mit dem Ruf „trick or treat“ Süßigkeiten ein. Wenn die kleinen schon längst wieder zu Hause sind, ziehen die älteren Geschwister zur Halloweenparty, zurechtgemacht als Hexe, Vampir, Zombie oder sonst wie, Hauptsache irgendwie schaurig. Eltern genießen den dann ruhigen Abend mit Kürbissuppe, vielleicht exotisch mit Kokosmilch, vielleicht klassisch mit Kürbisöl und gerösteten Kürbiskernen. Damit lässt sich ja wunderbar das beim Aushöhlen der Deko-Kürbisse für den Vorgarten angefallene Kürbisfruchtfleisch verarbeiten. Alle freuen sich auf den folgenden Feiertag Allerheiligen zum Ausschlafen. Es ist Halloween.

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Bonn in Orange — Müllwerker für einen Tag, Teil 4

Bonn in Orange, HerbstHeute ging es für mich zum vierten Mal mit bonnorange1 raus „ins Revier“: Biomüll in Ückesdorf und Röttgen.2 Wieder Wecker 5:30 Uhr, Dienstantritt 6:30 Uhr, Ausfahrt ins Revier 7:00 Uhr. Mittlerweile scheint es sich im Unternehmen endgültig rumgesprochen zu haben, was ich so treibe: herzliches Zuwinken oder „Na, biste wieder dabei? Wie is’et denn?“ auf dem Hof von Kollegen, mit denen ich schon unterwegs war und kein Fremdeln bei den dreien, mit denen ich heute unterwegs war. Das ist schon ein schönes Feedback.

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Elsass — am Tag der Deutschen Einheit.

Am Samstag, den 1. Oktober 2016 haben wir die Hochzeit einer Cousine in Waldkirch in der Nähe von Freiburg im Breisgau gefeiert. Was lag da näher, als den Feiertag am Montag, den 3. Oktober noch „mitzunehmen“, einen Kurzurlaub zu machen. Und wenn wir schon in der Gegend sind: Colmar stand seit einiger Zeit ganz oben auf der Liste der wichtigen Ziele. Aber Moment, welcher Feiertag ist das doch gleich? Der Tag der Deutschen Einheit.1 Darüber, dass dieser Feiertag wohl der ist, der am wenigsten in der Bevölkerung angekommen ist, könnte ich einen eigenen Text schreiben. Gerade in den letzten Wochen und Monaten sind ja die Auswirkungen davon deutlich zu spüren, dass es nicht gelungen ist, die Errungenschaften der Europäischen Einigung und der Deutschen Wiedervereinigung in den Herzen und Seelen der Menschen positiv zu verankern. Und wenn es keine Errungenschaft ist, am deutschen Nationalfeiertag ohne Grenzkontrollen oder Aufsehen oder auch nur komischen Bemerkungen im Elsass, also beim „Erbfeind“2 durch die Stadt zu spazieren, dabei offen deutsch zu sprechen, dann weiß ich es auch nicht. Damit soll es aber genug sein mit diesem „Alles ist politisch“. Es folgt ein kleiner Reisebericht mit einigen Photos.3

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Was heißt denn vorweggehen?

Was heißt denn vorweggehen?„Ein Tag im Rheinischen Revier“ — so war der Titel einer Exkursion, die ich am 10.09.2016 zusammen mit 13 Genossinnen und Genossen zum Braunkohletagebau Garzweiler1 gemacht habe. Ich bin mit einem gemischten Gefühl nach Garzweiler gefahren. Dass ich kein Freund der Braunkohle bin und den Abbau schnellstmöglich beendet sehen möchte, wundert sicher wenige. (Was schnellstmöglich dabei heißt, ist dabei ein spannender Aspekt. Doch dazu später.) Ich hatte mich vor allem aus geophysikalischem, geologischem und technischem Interessen angemeldet.

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Die nackte Wahrheit

Foodporn ohne Food

Foodporn ohne Food

Ja, auch wir machen es regelmäßig: Essen photographieren und das Bild bei Facebook teilen. Mit besonderer Vorliebe natürlich selbst gekochtes, gebackenes, kreiertes, ggf. sogar mit Tischdeko, Weinglas etc. Foodporn heißt das und hat den gleichnamigen Hashtag. Heute jedoch waren wir schneller: bevor die (Smartphone-)Kamera auslöste, waren die Teller schon leer, quasi nackt. Deshalb hier das Rezept, für den Rest muss Kopfkino reichen. Weiterlesen

Gastspiel: Einmal Bus fahren

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Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn hat sich vor einige Jahren das Format „Gastspiel“ ausgedacht. Dabei besuchen wir Unternehmen und Institutionen in Bonn, die man sonst vielleicht nicht unbedingt von innen kennenlernt. Also im Grunde so etwas wie meine Innenansichten, aber eben mit einem Teil der Fraktion und vielleicht nicht ganz so viel anpacken. Dieses Jahr waren wir zum Beispiel bereits beim Förderverein Psychomotorik und beim Weck-Glaswerk. Heute also in einem Unternehmen der Stadt: Stadtwerke Bonn Bus und Bahn oder auch SWB-Verkehr. Weiterlesen