Farbenpracht

Anfang letzter Woche im BauGartenmarkt: Wir waren losgezogen, um Rankgitter für unsere Kletterrosen zu kaufen. Die Rosen gibt’s zwar noch nicht, aber die Gitter müssen nun schon montiert werden. Denn wenn die Wärmedämmung einmal verputzt ist, wird’s schwer mit der Montage. Also schlendern wir in einer rechtsrheinischen Nachbargemeinde durch einen Gartenmarkt, der als Apotheke verschrien ist, aber unserer Meinung nach ein respektables Angebot zu angemessenen Preisen führt: Frühblüher, Stauden, Gehölze, Obst, Gemüse, Kräuter, Pflanztöpfe und -kästen, Geräte, Bücher, Zeitschriften etc. pp. Nur das Rankgitter gab’s nicht in der Ausführung, die wir uns gewünscht haben. Also weißer Draht statt geöltem Holz. Wird sicher auch gut.

Endlich bunt.

Aber dann kam mein Highlight: Ein Regal voller bunter Übertöpfe, nach Farben sortiert. Wow! Da wurde alles andere zur Nebensache.

Werbeeinblendung

Vorweg #1: mindestens Freundin L. wird sich beim Lesen dieses Beitrags die Haare raufen. Ich höre sie bereits „Ahhhhh, Stephan!“ stöhnen. Ich hoffe, dass sie mir verzeiht.

Vorweg #2: Audiophile, für die nur die Rille der einzig zulässige Tonträger ist, mögen mir bitte noch mehr verzeihen.

Seit einiger Zeit versuche ich mehr oder weniger systematisch meine Musiksammlung a) zu vervollständigen und b) zu aktualisieren. Das bedeutet nicht, dass ich mir nun immer die neuesten Chartstürmer kaufe. Sondern viel mehr, dass ich mir Musik, die ich bis jetzt nur auf MC [1] habe bzw. die ich schon lange haben wollte, nun stückweise auf CD oder als MP3 online (oder artverwandt) kaufe. Letzteres dann, wenn es eher „Gebrauchsmusik“ bzw. Hintergrund-Tralala ist. Zur CD greife ich vor allem dann, wenn ich auch das Booklet haben möchte: Texte zum Nachlesen, Angaben zum Set etc. pp.

George Benson & Al Jarreau, "Givin' It Up"

George Benson & Al Jarreau, „Givin‘ It Up“

Nun hatte ich vor ein paar Tagen das Album „Givin‘ it up“ von Al Jarreau und George Benson entdeckt. Und da war sie nun die Frage: Wo kaufen? Denn es sollte schon die CD samt Booklet etc. sein. Beim in letzter Zeit ins Gerede gekommenen großen Internetanbieter für Bücher, CDs und überhaupt möchte ich eigentlich nicht mehr bestellen. Ich habe mich übrigens nicht an dem großen Boykott beteiligt (ich musste dafür auch schon einiges an virtueller Prügel einstecken). So sehr mich die Berichte über die Arbeitsbedingungen etc. irritieren und ich auf Abhilfe hoffen, viel mehr beunruhigen mich die Auswirkungen auf Verlage, unabhängige Buch- und Musikhändler etc., die im Zuge der Berichterstattung en passant ruchbar wurden. Denn mit diesem Online-Händler ist es ähnlich wie mit der hippen Computerfirma mit dem Apfel: Beide Firmen sind die beste Angriffsfläche, weil sie eh im Fokus des öffentlichen Interesses stehen. Die Mitbewerber sind kaum einen Deut besser. Was die ganze Chose natürlich nicht einfacher macht. Also kam nur ein örtlicher Händler in Frage. Und siehe da, Mr. Music an der Maxstraße hatte die CD vorrätig, sogar günstiger als jedes Angebot im Netz. Wow! Der Laden hat einen Kunden mehr!

[1] MC: s. http://de.wikipedia.org/wiki/Compact_Cassette

Addicted?

Heute hat sie der Paketbote nun endlich gebracht: Die sechs langerwarteten Espresso-Tassen im Pantone Univers®-Design. Die erste Bestellung hatte ich im Oktober letzten Jahres aufgegeben. Es hieß, dass sie in drei bis fünf Tagen lieferbar seien. Aus Tagen wurden Wochen, aus Wochen wurden Monate. Per Zufall erfuhr ich, dass meine Bestellung storniert wurde (von wem, bitte?), weil die Tassen zur Zeit überhaupt nicht mehr lieferbar seien, jedenfalls nicht als Set. Aber ich könne mir doch aus den auch einzeln lieferbaren sechs raussuchen, die größtenteils sofort lieferbar seien. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Verfügbarkeit des Sets an der Nichtverfügbarkeit der Tasse im Farbton „Warm Red“ hängt.

Espressotassen

Espressotassen

Also entschied ich mich für „Ketchup Red“, „Pumpkin“, „Cornish Cream“, „Raspberry Cruch“, „Blossom“ und „Grape Juice“ (von links nach rechts, von unten nach oben). Ich finde sogar, dass „Cornish Cream“ viel besser in die Reihe passt als „Warm Red“. Bin ich nun irgendwie Design-, Color- oder gar Marken-Addicted? Vielleicht. Und wenn so wäre? Auch egal. Sie gefallen mir, das Warten hat sich gelohnt. Schmeckt der Espresso nun besser? Wohl Kaum. Aber ein gewisses #hach kann ich nicht leugnen.