Bonn in Orange — Müllwerker für einen Tag, Teil 4

Bonn in Orange, HerbstHeute ging es für mich zum vierten Mal mit bonnorange1 raus „ins Revier“: Biomüll in Ückesdorf und Röttgen.2 Wieder Wecker 5:30 Uhr, Dienstantritt 6:30 Uhr, Ausfahrt ins Revier 7:00 Uhr. Mittlerweile scheint es sich im Unternehmen endgültig rumgesprochen zu haben, was ich so treibe: herzliches Zuwinken oder „Na, biste wieder dabei? Wie is’et denn?“ auf dem Hof von Kollegen, mit denen ich schon unterwegs war und kein Fremdeln bei den dreien, mit denen ich heute unterwegs war. Das ist schon ein schönes Feedback.

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Gastspiel: Einmal Bus fahren

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Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn hat sich vor einige Jahren das Format „Gastspiel“ ausgedacht. Dabei besuchen wir Unternehmen und Institutionen in Bonn, die man sonst vielleicht nicht unbedingt von innen kennenlernt. Also im Grunde so etwas wie meine Innenansichten, aber eben mit einem Teil der Fraktion und vielleicht nicht ganz so viel anpacken. Dieses Jahr waren wir zum Beispiel bereits beim Förderverein Psychomotorik und beim Weck-Glaswerk. Heute also in einem Unternehmen der Stadt: Stadtwerke Bonn Bus und Bahn oder auch SWB-Verkehr. Weiterlesen

Ein Tag in der MVA Bonn

Ein Tag in der MVA Bonn

Ein Schwerpunkt meiner kommunalpolitischen Tätigkeit ist die kommunale Entsorgungswirtschaft, ich bin Mitglied im Verwaltungsrat bei bonnorange AöR und im Aufsichtsrat der Müllverwertungsanlage Bonn GmbH (MVA). Bei bonnorange habe ich bereits drei Mal „mit angepackt“ (s. hier, hier und hier), nun wollte ich auch wissen, wie so eine MVA eigentlich funktioniert. Herr Becker, der Geschäftsführer der MVA, war sofort bereit, mich einen Tag lang hospitieren zu lassen. Anders jedoch als bei bonnorange gibt es in einer solchen Anlage für einen Außenstehenden kaum Möglichkeiten, „einfach so“ mit anzupacken und z.B. Tonnen zu wuchten.

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Bonn in Orange — Müllwerker für einen Tag, Teil 3

20160330_Bonn_In_OrangeVor ein paar Tagen ging es nach Restmüll im Dezember 20151 und Sperrmüll im März 20162 zum dritten Mal mit bonnorange auf die Straße. Nun also Altpapier bzw. PPK, wie es im Fachjargon heißt: Pappe, Papier, Kartonagen. Wie gehabt Dienstantritt um 6:30 Uhr, Umkleiden und Kennenlernen meiner heutigen Kollegen.3 Das bei den beiden ersten Malen beschriebene Fremdeln/Beäugen fiel dieses Mal erstaunlich kurz aus. Das Revier für heute lag zwischen Poppelsdorfer Allee (ohne diese selbst) und Lessing-/Ermekeilstraße sowie Argelander-/Goebenstraße und Prinz-Albert-/Schumannstraße. Weiterlesen

Bonn in Orange — Müllwerker für einen Tag, Teil 2

20160330_Bonn_In_OrangeHeute (31.03.2016) bin ich meine zweite Tour mit bonnorange gefahren. Nach dem Restmüll (s. hier, dort ist auch erklärt, warum ich das mache) stand nun Sperrmüll auf dem Programm. Wieder 6:30 Uhr „Dienstantritt“, umziehen, umziehen und raus zum Wagen. Wieder die ersten Frotzeleien „Oh, Verstärkung!“ „Willste auch anpacken?“, gepaart mit gegenseitigem Beäugen, Kollegen kennen lernen, klären, dass es per Du einfacher geht etc. pp. Um 7:00 Uhr ging es dann raus.

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Bonn in Orange — Müllwerker für einen halben Tag.

Mein Arbeitsplatz für einen halben Tag.

Mein Arbeitsplatz für einen halben Tag.

Da sitzt man seit Jahr und Tag im Verwaltungsrat, beschließt Wirtschaftsplan und Jahresabschluss, hat Teil an großen Umstrukturierungen mit dem Ziel, die Abfallentsorgung sicher in kommunaler Hand zu behalten, hat aber letztendlich keine Ahnung, wie es „auf der Straße“ zugeht. Das wurmte mich schon seit einer geraumen Zeit und schon mit dem vorigen Vorstand (so heißt bei einer „Anstalt öffentlichen Rechts“, AöR, der Geschäftsführer) von bonnorange hatte ich Pläne geschmiedet, wie ich mal für eine Tour mit auf den Wagen kommen kann. Auch mit seiner Nachfolgerin gestaltete sich die Zusammenarbeit von Anfang an sehr gut. Es ging Schlag auf Schlag: Termin gefunden, ein paar Tage vorher Einkleidung und Sicherheitsbelehrung. Und dann hieß es: 6:30 Uhr Dienstbeginn!

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