Farbenpracht

Anfang letzter Woche im BauGartenmarkt: Wir waren losgezogen, um Rankgitter für unsere Kletterrosen zu kaufen. Die Rosen gibt’s zwar noch nicht, aber die Gitter müssen nun schon montiert werden. Denn wenn die Wärmedämmung einmal verputzt ist, wird’s schwer mit der Montage. Also schlendern wir in einer rechtsrheinischen Nachbargemeinde durch einen Gartenmarkt, der als Apotheke verschrien ist, aber unserer Meinung nach ein respektables Angebot zu angemessenen Preisen führt: Frühblüher, Stauden, Gehölze, Obst, Gemüse, Kräuter, Pflanztöpfe und -kästen, Geräte, Bücher, Zeitschriften etc. pp. Nur das Rankgitter gab’s nicht in der Ausführung, die wir uns gewünscht haben. Also weißer Draht statt geöltem Holz. Wird sicher auch gut.

Endlich bunt.

Aber dann kam mein Highlight: Ein Regal voller bunter Übertöpfe, nach Farben sortiert. Wow! Da wurde alles andere zur Nebensache.

Rosenschere

Stephan: Dagmar und ich waren heute im LVR-Freilichtmuseum Lindlar zu einer Buchpräsentation. Nettes Ambiente, nette Menschen, die Deko der Jahreszeit frühlingshaft angepasst — hohnspottend der Tatsache, dass zwar die Sonne schien, aber bei 3,5°C ein kühler Wind über die Hügel des Bergischen Lands pfiff.

Dagmar: Nicht zu vergessen die Schneereste, die auf dem Weg durchs Bergische immer wieder herumlagen! – Aber zurück zum netten Ambiente in der Museumsherberge.

Rosenschere

Rosenschere

Stephan: Teil der Deko war auch die abgebildete Rosenschere. Mein erster Gedanke: „Oh, mein …“ Und, ja, sie ist voll funktionsfähig und auch hinreichend scharf. Mein zweiter Gedanke: „Wer kauft (und benutzt) denn solch ein Werkzeug?“ Oiliy im Garten? Die Latte Macchiato-Mutti auf der Dachterrasse bzw. dem Balkon der Bonner Südstadt? Darf die überhaupt dreckig werden? Ist die vielleicht ein ähnliches Statussymbol wie japanische Keramikmesser für Hobbyköche (ich benutze hier mit voller Absicht nur die maskuline Form)? Fragen über Fragen. Vielleicht kann ja Dagmar professionelle Hilfe geben.

Dagmar: Was für abstruse Gedanken bei so einer schönen Rosenschere. Da zeigt doch schon die Optik den Sinn der Sache: Form und Funktion in Einklang. Mit so einer Schere wird das Rosenschneiden zu einer kultischen Handlung. Wir wissen ja, wenn man die verblühten Blüten aus dem Rosenstrauch immer brav rausschneidet, bilden sich immer wieder neue Blüten. Klar, das ist eigentlich garstiges Austricksen der biologischen Uhr dieser Pflanze – will sie doch eigentlich nur Früchte — sprich Samen — produzieren. Und wir reduzieren sie auf die dusselige Blüte, die nur dafür da ist, Bienen und Hummeln zur Bestäubung anzulocken. Ja, und ich stehe dazu. Ich will keine Hagebutten, ich will Blüten bis Ende Oktober. Und ich will so eine Rosenschere… (übrigens gibt es dazu auch die passende Mini-Harke und -Schüppe und — luftanhalt — Gummistiefel!)

Stephan: Ok, ok, ok. Das war ja nun ein Wink mit der Dachlatte. Aber, Du hast doch erst im August… Ach egal. Nun denn. Dann wird es also bald Deine Rosenschere, meinen Spaten etc. geben, und nicht mehr wie ehedem unser Radiergummi. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

Addicted?

Heute hat sie der Paketbote nun endlich gebracht: Die sechs langerwarteten Espresso-Tassen im Pantone Univers®-Design. Die erste Bestellung hatte ich im Oktober letzten Jahres aufgegeben. Es hieß, dass sie in drei bis fünf Tagen lieferbar seien. Aus Tagen wurden Wochen, aus Wochen wurden Monate. Per Zufall erfuhr ich, dass meine Bestellung storniert wurde (von wem, bitte?), weil die Tassen zur Zeit überhaupt nicht mehr lieferbar seien, jedenfalls nicht als Set. Aber ich könne mir doch aus den auch einzeln lieferbaren sechs raussuchen, die größtenteils sofort lieferbar seien. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Verfügbarkeit des Sets an der Nichtverfügbarkeit der Tasse im Farbton „Warm Red“ hängt.

Espressotassen

Espressotassen

Also entschied ich mich für „Ketchup Red“, „Pumpkin“, „Cornish Cream“, „Raspberry Cruch“, „Blossom“ und „Grape Juice“ (von links nach rechts, von unten nach oben). Ich finde sogar, dass „Cornish Cream“ viel besser in die Reihe passt als „Warm Red“. Bin ich nun irgendwie Design-, Color- oder gar Marken-Addicted? Vielleicht. Und wenn so wäre? Auch egal. Sie gefallen mir, das Warten hat sich gelohnt. Schmeckt der Espresso nun besser? Wohl Kaum. Aber ein gewisses #hach kann ich nicht leugnen.