Umbrien 2017: Nachtrag — Tage ohne besondere Vorkommnisse. Oder: was es sonst noch zu berichten gibt

Jetzt sind wir fast schon so lan­ge wie­der zu Hau­se, wie wir in Urlaub gewe­sen sind — bei­des ist schnell ver­gan­gen. Aber zum Glück gibt es die vie­len Erin­ne­run­gen an drei wun­der­schö­ne Wochen in Ita­li­en. Und dass sind nicht nur die “gro­ßen” Erin­ne­run­gen, die hier ein­zel­ne Bei­trä­ge bekom­men haben. Es sind auch (vor allem?) die vie­len klei­nen Din­ge, die “ein­fach so” pas­sie­ren, Tage ohne Aus­flug oder wir auch immer. Im Fol­gen­den ver­su­chen wir, ein paar Ein­drü­cke in Wort und Bild fest­zu­hal­ten.

Rituale — wie jedes Jahr:

Der Mensch braucht Ritua­le. Sie glie­dern den Lebens­lauf, das Jahr und den Tag — auch im Urlaub. Ein Ritu­al, dass ich sowohl in mei­nem Home-Office, als auch im Urlaub lebe, ist der Nach­mit­tags­kaf­fee, das so genann­ten Zwei­ühr­ken. Bei Face­book sind mei­ne Espresso­tas­sen-Pho­tos schon recht häu­fig, im Urlaub bei Tem­pe­ra­tu­ren nahe oder gar jen­seits der 30°C darf es dann aber auch ger­ne mal ein caf­fè fred­do sein. Dag­mar nimmt — ins­be­son­de­re wenn (selbst geba­cke­nes) Gebäck gereicht wird — ger­ne einen caf­fè lat­te.

A pro­pos selbst geba­cke­nes: Neben Kek­sen (s.o.) hat Dag­mar auch (Zimt-)Brötchen geba­cken. Und — als in der letz­ten Woche die Pflau­men reif wur­den — sorg­ten Gaby und Tobi (s.u.) für Prum­me­tart. Auch sehr lecker!

Aber zurück zu den Ritua­len. Neben der Nach­mit­tags­mar­ke Kaf­fee gibt es auch eine mehr oder weni­ger fes­te Mar­ke zu Beginn des Abends: 18:00 Uhr ist Mar­ti­ni-Time!

Und sonst haben wir aus die­ses Mal wie­der reich­lich Mar­me­la­den und Gelees pro­du­ziert und die Eti­ket­ten schon ein­mal ent­wor­fen.1

Kreativ-Umgebung

Dass ich ger­ne und viel pho­to­gra­phie­re, ist ja bekannt. Dass ich damit dann auch eige­ne Weih­nachts­kar­ten gestal­te, nicht wei­ter ver­wun­der­lich. Und wenn es dann noch so wun­der­ba­ren Mate­ri­al gibt (Perugi­no en mas­se), dann liegt es nahe, in der krea­ti­ven Atmo­sphä­re direkt die ers­ten drei (Vor-)Entwürfe fer­tig zu stel­len.2 Ich ver­ra­te hier aber noch nichts. Noch nicht ein­mal einen “Sneak Pre­view”.

Wetter

Das Wet­ter ent­sprach in wei­tern Tei­len den Erwar­tun­gen: son­nig und heiß. Nur in der zwei­ten Woche war teil­wei­se bewölkt bis reg­ne­risch, auch beim Aus­flug, die Vege­ta­ti­on dankt’s! Bei den „übli­chen“ Tem­pe­ra­tu­ren duf­ten die Kie­fer, gril­len die Gril­len und häu­fi­ger pap­pelt die Pap­pel.

Bei Regen — oder auch „ein­fach so“ — zie­hen wir uns unter das Vor­dach zurück.

Tiere

In die­sem Jahr gab es ein Novum: Wild­schwei­ne, die (auch) tags­über aufs Gelän­de kom­men. Bis­her kann­ten wir sie nur aus der Dun­kel­heit oder allen­falls der Däm­me­rung. Nun kamen sie aber eigent­lich zu allen Tages- und Nacht­zei­ten. Die­ses Jahr waren es drei Bachen mit sechs Frisch­lin­gen und ein Jung­tier, das als Ein­zel­gän­ger unter­wegs war. Letz­te­res mach­te einen zuneh­mend kran­ken Ein­druck. An unse­rem vor­letz­ten Abend kam es keu­chend bis auf die Ter­ras­se, mor­gens lag es dann unter dem gro­ßem Ros­ma­rin, „noch“ lebend, kurz vor 10:00 Uhr war es dann tot. Wir haben es in den Wald unter­halb vom Haus gebracht. Trau­rig.

Die­ses Jahr waren zwei Dach­se unter­wegs, vor zwei Jah­ren war es “nur” einer. Aber wir hat­ten auch unge­be­te­ne Gäs­te: Die “cac­cia non mor­te“ muss­te wie­der her. Ers­te Nacht: „Köder“ aus bei­den Fal­len raus, aber kein Tier gefan­gen… zwei­te Nacht: Käse aus der einen Fal­le geholt, bei der Wein­trau­be in die Fal­le getappt. Drit­te Nacht: zwei Fal­len mit Wein­trau­ben, bei­de mor­gens „belegt“. Vier­te Nacht: eine an einer der bei­den Wein­trau­ben. Danach: Ruhe. Zur Klar­stel­lung: Es sind Lebend­fal­len, und wir ent­las­sen die Mäu­se auf dem Gelän­de in die Frei­heit.

Freunde.

Nach zwei Wochen kom­men Gaby und Tobi dazu. Wir freu­en uns sehr, eine Woche Zeit mit unse­ren baye­ri­schen Freun­den zu tei­len. Zeit, um über Gott und die Welt zu reden, Aus­flü­ge zu machen, zusam­men zu kochen, essen und trin­ken — ein­fach zusam­men eine gute Zeit zu haben. Ein Geschenk!3

Auf der Rück­fahrt haben wir bei Freun­den in Murnau über­nach­tet, die wir sage und schrei­be fünf Jah­re nicht gese­hen haben. Auch wenn hier der Abend und der Mor­gen nur wenig Zeit “als sol­che” bot, waren es doch auch schö­ne und wert­vol­le Stun­den, die wir mir Eli­sa­beth und Wil­lie tei­len durf­ten. Herz­li­chen Dank fürs Obdach!

Mit reich­lich Stau sind wir dann wohl­be­hal­ten in Bonn ange­kom­men und freu­en uns jetzt schon auf’s nächs­te Jahr.

  1. 4,5 kg Pflau­me erge­ben knapp 3l Saft, also drei Por­tio­nen à fünf bis sechs Glä­ser Pflau­men-Gelee in ver­schie­de­nen Varie­tä­ten:
    • Pflau­me pur
    • Pflau­me, Ros­so 1:1
    • Pflau­me, Mar­sa­la, Vanil­le

  2. Die Trau­er der Engel war ja bereits 2013 Motiv unse­rer Weih­nachts­kar­te, obwohl der Besuch in Città del­la Pie­ve bereits in 2007 war.
  3. Dass es just in der Woche über 40°C heiß wird, wol­len wir jetzt aber nicht den bei­den ankrei­den. Wir hat­ten uns ja schon an hohe Tem­pe­ra­tu­ren gewöhnt, die haben haben mehr als wir gelit­ten.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.