Champagner — Ein Nachruf (auch) über Rituale.

Beerdigungskuchen

Beer­di­gungs­ku­chen+”

Manch­mal scheint es etwas maka­ber zu sein, die­ses gan­ze Ritua­le-Gedöns. Manch­mal muss man das auch etwas fle­xi­bel hand­ha­ben. Das hat­te ich ja schon vor eini­gen Tagen hier beschrie­ben, so von wegen Lei­chen­schmaus, der auch mal vor der Beer­di­gung statt­fin­den kann. Hier geht es eigent­lich um das glei­che Set­ting: Tod und wie gehen wir damit um.

Kurz nach Weih­nach­ten ver­starb Dag­mars Dok­tor­mut­ter.1 Die Nach­richt hat uns nicht über­rascht, Dag­mar konn­te sie sogar noch vor Weih­nach­ten kurz besu­chen. Aber trotz­dem. In den letz­ten Tagen fand ein enger Aus­tausch mit einer Kol­le­gin und Freun­din statt, die eben­falls ihre Schü­le­rin war. Es stell­ten sich Fra­gen wie: Wer benach­rich­tigt die ande­ren Schü­le­rin­nen und Schü­ler? Um die­ses zu bespre­chen — und “ein­fach nur so” — haben Dag­mar und ich auf unse­rem Weg vom Nie­der­rhein in den Nor­den zu Freun­den einen Zwi­schen­stopp bei besag­ter Freun­din gemacht. Und wie könn­te man Frau Mohr­mann, die auf die Fra­ge “Wie geht es Ihnen?” ger­ne mit “Cham­pa­gner!” ant­wor­te­te, in die­ser Situa­ti­on bes­ser geden­ken, als mit Beer­di­gungs­ku­chen und einem Glas Cham­pa­gner.

  1. Trau­er­an­zei­ge in der F.A.Z.

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