Kussmund

Zuge­ge­ben, es gibt zur Zeit ver­mut­lich wich­ti­ge­re Din­ge, als sich mit der neu­en Image­kam­pa­gne der Stadt Bonn aus­ein­an­der­zu­set­zen. Aber viel­leicht auch nicht. Denn ein Logo sagt viel dar­über, wie sich der Logo­trä­ger selbst sieht bzw. (viel wich­ti­ger!) wie er gese­hen wer­den möch­te.

Wei­ter­le­sen

Mit drei Schnitten… Bitte, was?

Wie sieht ein Geophysiker eine Tomate?

Wie sieht ein Geo­phy­si­ker eine Toma­te?

Wenn ein Geo­phy­si­ker übers Kochen nach­denkt, kann es mit­un­ter skur­ril enden. Heu­te zum Bei­spiel ging es um einen Sugo zu Pas­ta mit Rin­der­fi­let. Lei­der hat­ten wir kei­ne Cock­tail-Toma­ten. Also muss­te ein “klas­si­sches” Was­ser­säck­chen so geteilt wer­den, dass die Stü­cke hal­bier­te Cock­tail-Toma­ten simu­lie­ren. Jeder nor­ma­le Mensch hät­te die Auf­ga­be dadurch hin­rei­chend umschrie­ben, dass eine Toma­te zu ach­teln sei. Maxi­ma­le mit dem Hin­weis “vier­teln und dann jeweils noch ein­mal tei­len”.

Als Geo­phy­si­ker kam ich zu der Ein­sicht, dass mit drei Schnit­ten (ein­mal in Äqua­to­ri­al­ebe­ne und dann zwei­mal, um 90° gedreht ent­lang von Meri­dia­nen) acht Kugel­seg­men­te mit jeweils 3 rech­ten Win­keln ent­ste­hen.

Champagner — Ein Nachruf (auch) über Rituale.

Beerdigungskuchen

Beer­di­gungs­ku­chen+”

Manch­mal scheint es etwas maka­ber zu sein, die­ses gan­ze Ritua­le-Gedöns. Manch­mal muss man das auch etwas fle­xi­bel hand­ha­ben. Das hat­te ich ja schon vor eini­gen Tagen hier beschrie­ben, so von wegen Lei­chen­schmaus, der auch mal vor der Beer­di­gung statt­fin­den kann. Hier geht es eigent­lich um das glei­che Set­ting: Tod und wie gehen wir damit um.

Kurz nach Weih­nach­ten ver­starb Dag­mars Dok­tor­mut­ter.1 Die Nach­richt hat uns nicht über­rascht, Dag­mar konn­te sie sogar noch vor Weih­nach­ten kurz besu­chen. Aber trotz­dem. In den letz­ten Tagen fand ein enger Aus­tausch mit einer Kol­le­gin und Freun­din statt, die eben­falls ihre Schü­le­rin war. Es stell­ten sich Fra­gen wie: Wer benach­rich­tigt die ande­ren Schü­le­rin­nen und Schü­ler? Um die­ses zu bespre­chen — und “ein­fach nur so” — haben Dag­mar und ich auf unse­rem Weg vom Nie­der­rhein in den Nor­den zu Freun­den einen Zwi­schen­stopp bei besag­ter Freun­din gemacht. Und wie könn­te man Frau Mohr­mann, die auf die Fra­ge “Wie geht es Ihnen?” ger­ne mit “Cham­pa­gner!” ant­wor­te­te, in die­ser Situa­ti­on bes­ser geden­ken, als mit Beer­di­gungs­ku­chen und einem Glas Cham­pa­gner.

Mal wieder hier.

Jedes­mal, wenn wir zu mehr als einen Tag bei mei­nen Eltern in mei­ner “alten Hei­mat” am Nie­der­rhein sind, machen wir eine Nie­der­rhein-Tour. Zu Zie­len, wo wir schon lan­ge nicht mehr waren, noch nie gewe­sen sind oder wo es neu­es zu besich­ti­gen gibt. Fol­gen­de zwei Stich­wor­te waren die­ses Mal im Vor­feld gefal­len: “Schin­kel­kir­che am Nie­der­rhein” und “Aus­stel­lung zu Römi­schen Was­ser­lei­tun­gen”. Bei­des muss­te erst recher­chiert wer­den, denn beim ers­ten war all­seits die Ver­wir­rung groß: Wo steht die denn? Beim zwei­ten: Wo ist die Aus­stel­lung denn über­haupt? Ant­wor­ten: 1) Göt­ter­s­wi­cker­hamm und 2) im LVR-Römer Muse­um. Göt­ters-was??? Ah, bei Voer­de. Gut. Lässt sich gut mit Xan­ten (2) ver­bin­den.

Wei­ter­le­sen