Gartennotiz 002

AbsoluteBeginnersWickeAnimation300Ich habe nicht gewusst, was für Schmerzen das sein können. Gestern gut drei Stunden Einsäen der Wiese, Harken, Steine absammeln, Unkraut zupfen, Pflanzen beschneiden um anderen mehr Licht und Platz zu verschaffen. Gut sieht das aus heute. Aber es tut unglaublich weh. Im unteren Rückenbereich. Und im hinteren Oberschenkel. Und in der Schulter. Ich kann nicht sitzen, liegen, stehen. Die Physiotherapie heute nachmittag hat sich statt um die Knie heute um meine Wirbel gekümmert. Früher hab ich geglaubt, eine Rückenmassage sei etwas angenehmes. Ein ählicher Fehlglaube wie Osterhase. Aber trotzdem, da auf der Liege war es etwa 10 Minuten lang entspannend. Schön, wenn der Schmerz nachlässt. Er kam aber direkt wieder, als ich aufgestanden bin.

In wenigen Wochen ist das die Wildblumenwiese

In wenigen Wochen ist das die Wildblumenwiese

Geheime Freude habe ich an der Vorstellung, was manche Nachbarn sagen, wenn sie entdecken, dass die schöne ordentlich angelegte neue Beetfläche, die das hintere Drittel des Gartens einnimmt, kein Beet ist, sondern sich zu einer Wildblumenwiese entwickeln wird. Wildblume ist ja für manche Gärtner einfach ein unverschämter Euphemismus für Unkraut. Höhö. In unserer Schmetterlingsmischung ist laut Aufschrift sogar Brennesselsamen. Mitten hinein gepflanzt in die zukünftige Wiese habe ich drei Nachtkerzen – auch so ein Unkraut.

Was gestern nicht mehr ging, ich aber heute nachgeholt habe, sind die Wicken am Zaun. Laut Anleitung auf der Packung sollen die Wickensamen 24 Stunden in Wasser quellen, bevor man sie an Ort und Stelle im Beet aussät. Daher mussten sie bis heute warten – denn natürlich habe ich erst die Anleitung gelesen, als ich schon mit Werkzeug und Gießkanne bewaffnet  im Dreck stand. Also heute nochmal in die Gartenklamotten, Mulden gezogen und über den Zaun gebeugt (ich war zwischendurch nicht sicher, ob es mir gelingen wird, mich wieder aufzurichten) die zukünftigen Daranhochkletterer eingestreut. Wo das mit dem wieder hochkommen dann noch gelungen ist, habe ich dann noch mal eben die zwischen den Gehwegplatten wachsenden Akelei, Löwenzahn und Klee weggemacht. Ein kleines Täuschungsmanöver für die Nachbarn. Aber, solche Gedanken werden vom Gartengott sofort bestraft – jetzt liege ich auf dem Sofa und weiß noch nicht, wie ich gleich hier wohl wieder rauskomme und die Treppe rauf..

Erstmal Kornkissen. Und wehe, dieses ganze Zeug wächst nicht so wie auf den Fotos im Bildband „glücklich durch gärtnern“.

Ein Gedanke zu „Gartennotiz 002

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